Zwei Sprachen, ein Gespräch.
Wir unterstützen Einrichtungen und Menschen, die auf Verdolmetschung angewiesen sind, und setzen uns für die Aus- und Weiterbildung von Dolmetscher:innen im Sozial-, Gesundheits-, Bildungs- und Verwaltungswesen ein.
Gedolmetschte Gespräche erfolgreich führen.
Wir wissen aus eigener Erfahrung, was gelungene Kommunikation bei einer Verdolmetschung bedeutet. Mit dieser Expertise stehen wir Dolmetscher:innen und Auftraggeber:innen im Sozial-, Gesundheits-, Bildungs- und Verwaltungswesen zur Seite.

Achtung Sprachbarriere!

Wenn wir allen Menschen eine gleichberechtigte Teilhabe am Leben und eine Kommunikation auf Augenhöhe ermöglichen wollen, ist eine qualitativ hochwertige Verdolmetschung im Sozial-, Bildungs-, Gesundheits- und Verwaltungswesen unabdingbar. Eine mangelhafte Verdolmetschung kann für alle Gesprächsparteien weitreichende Folgen haben.

Personen ohne (ausreichende) Deutschkompetenz können nicht gleichberechtigt am Leben teilhaben. Vielleicht wird ihr Asylantrag abgelehnt, da die Fluchtgründe aufgrund der schlechten Verdolmetschung nicht glaubhaft schienen. Vielleicht bleibt die Zahlung von Sozialleistungen monatelang aus, da die Voraussetzungen nicht verstanden wurden. Oder es wird sogar lebensgefährlich, da eine Diagnose und die daraus folgenden Empfehlungen wegen des mangelnden Fachvokabulars nicht richtig gedolmetscht wurden.

Gleiches gilt für ihre Gesprächspartner:innen. Vielleicht entgleitet ein Gespräch, da nicht neutral gedolmetscht sondern in den Gesprächsverlauf eingegriffen wird. Vielleicht dauert ein Gespräch zwei Stunden statt einer, da bei jedem dritten Satz Rückfragen kommen. Vielleicht kann gar keine Diagnose gestellt werden, da die Beschwerden nicht klar gedolmetscht werden.

Nicht zuletzt fühlt sich die sprachmittelnde Person möglicherweise überfordert, ist dauerhaft gestresst oder erleidet gar eine Sekundärtraumatisierung und weiß nicht, welche Hilfsangebote es in diesem Fall gibt.

Gutes Dolmetschen als Lösung

Die Berliner Initiative schafft ein Gegengewicht – mit Schulungen, Beratung und anderen Unterstützungsangeboten für alle Beteiligten. Wir vermitteln Wissen über die sichtbaren und unsichtbaren Aufgaben beim Dolmetschen, über Gesprächsführung in mehrsprachigen Gesprächssituation und über Möglichkeiten, trotz Sprachbarriere einfacher und zielführender zu kommunizieren.

Stimmen aus der Zusammenarbeit

"Die Schwulenberatung Berlin kann eine Zusammenarbeit mit der Berliner Initiative uneingeschränkt empfehlen! Unsere Mitarbeitenden konnten sehr von den professionellen Inhalten der Fortbildungen und der umfassenden Dolmetscherfahrung der Trainer:innen profitieren. Darüber hinaus war die hohe Gender- und Diversity-Sensibilität der BI für uns ein großer Pluspunkt."

Kristin von Randow war die Initiatorin unserer Berliner Initiative für gutes Dolmetschen. Ihre enorme Tatkraft, ihr Mut und ihr Optimismus bewegten unterschiedliche Akteure dazu, sich zusammenzuschließen und sich für gutes Dolmetschen im Gemeinwesen stark zu machen.

Dolmetschen bedeutete für Kristin, Brücken zu bauen: Zwischen Menschen, Sprachen und Kulturen. Das gelang ihr stets sowohl in ihrer eigenen Tätigkeit als Dolmetscherin, als auch in ihrem unermüdlichen Engagement innerhalb der Berliner Initiative.

Kristins Vision verlieh uns allen immer wieder aufs Neue gute Gründe und den Mut zum Handeln. Ihre Berufs- und Lebenserfahrung stellte sie vor allem in die Dienste derjenigen Menschen, die aufgrund von gesellschaftlichen Strukturen in einer viel schwächeren Position sind als wir, um für ihre Belange einzustehen. Ihre Zeit und Kräfte widmete sie trotz gewohnter Berufstätigkeit Dolmetscherinnen im Gemeinwesen mit so starker Entschlossenheit wie keine andere.

Ihre letzten Jahre waren gleichzeitig von ihrem Kampf für Andere und gegen ihre Krankheit geprägt. Wir vermissen eine großartige Kollegin, Mentorin und eine warmherzige und einfühlsame Freundin. Sie wird uns als unser leuchtendes Vorbild stets begleiten.

Die Kommentarfunktion ist für alle als Kondolenzbuch und für das Anzünden von Gedenkkerzen offen. Alle Kommentare werden durch die Webseitenbetreiberin moderiert und dadurch verzögert freigegeben.

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