FAQ Berliner Initiative

Die Berliner Initiative

Die Berliner Initiative ist ein unabhängiger und verbandsübergreifender Zusammenschluss professioneller DolmetscherInnen, der sich ehrenamtlich für Laien-Dolmetscher im Flüchtlingswesen engagiert. Sie wurde im September 2016 in der Flüchtlingskrise zum Empowerment von Laien-DolmetscherInnen und zur Verbesserung der Dolmetschstandards gegründet.
Die Mitglieder, die sich in der Berliner Initiative engagieren, sind allesamt ausgebildete DolmetscherInnen mit einem akademischen Abschluss oder jahrelanger, einschlägiger Erfahrung auf diesem Gebiet. Zudem sind viele der Mitglieder in den nationalen Dolmetschverbänden VKD oder BDÜ oder dem internationalen Verband AIIC organisiert. Unter den Mitgliedern sind auch TrainerInnen für interkulturelle Kommunikation und systemische Organisationsberatung sowie GebärdensprachendolmetscherInnen.
Information und Sensibilisierung aller Akteure rund um Asyl und Migration (Behörden, Institutionen, Anwender, Laien-DolmetscherInnen, Geflüchtete) für die Rolle der DolmetscherInnen, Qualitätsverbesserungen bei den Verdolmetschungen im Asylverfahren sowie Qualifizierung und Traumaprävention für Laien-DolmetscherInnen. Ein erstes Projekt fand in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlingsangelegenheiten (BAMF) von September 2017 bis Mai 2018 statt (siehe die FAQ Dolmetschmentoring im Asylverfahren).
Die Berliner Initiative möchte vor allem über Mentoringprogramme für Laien-DolmetscherInnen, Anwender-Schulungen und Seminare sowie über Informationsveranstaltungen für die Arbeit, die Rolle und die Berufsethik der DolmetscherInnen sensibilisieren.
Die Berliner Initiative wird in einem Positionspapier vom November 2016 der AIIC-Region Deutschland (Association Internationale des Interprètes de Conférence) unterstützt. (https://aiic.de/press/dolmetscher-asylverfahren/). Die AIIC-Region Deutschland erteilte im September 2016 der Initiatorin der BI das Mandat für Dolmetscher im Flüchtlingswesen.
In allen Fragen zum Dolmetschen rund um Asyl und Migration. Für eine genauere Beschreibung der Themen und Projekte siehe Projekte im Hauptmenü.
Die Berliner Initiative lebt vom ehrenamtlichen Engagement der Mitglieder. Für gemeinnützige Projekte ist die gemeinnützige Unternehmergesellschaft "Gesellschaft für Dolmetschmentoring gUG" gegründet worden, die als Projektträgerin dient. Diese ist zwar eng mit der Initiative verbunden und besteht größtenteils aus Mitgliedern der BI, ist aber finanziell unabhängig (mehr dazu in den FAQ zum Projekt).
Jede Person, die einschlägige Expertise im Bereich Verdolmetschungen im Asyl- und Flüchtlingswesen in die Initiative einbringen möchte, ist willkommen. Bei Interesse bitten wir um eine E-Mail an kontakt@berliner-initiative.org.
Der ständige Webauftritt der Initiative ist die erste Adresse für Auskünfte. Weitere Auskünfte können unter kontakt@berliner-initiative.org erfragt werden. Bei Bedarf können Infoveranstaltungen angeboten werden, die aber gesondert auf der Webseite angekündigt werden.
Die Ankunft vieler Geflüchtete in Deutschland in den Jahren 2015 und 2016 und die vielen kritischen Presseberichte über im Zusammenhang mit den Anhörungsverfahren haben die Initiatorin, Kristin von Randow, bewegt, einen offenen Austausch mit DolmetscherInnen und Organisationen in Berlin und im ganzen Bundesgebiet zu suchen. Die Idee dahinter war, die eigene Expertise als Dolmetscherin - ehrenamtlich und zusammen mit gleichgesinnten BerufskollegInnen - Behörden und Vereinen zur Verfügung zu stellen und damit zur Entlastung aller Beteiligten – der Flüchtlinge, der Institutionen und der LaiendolmetscherInnen – und zur Lösung der schwierigen Situation beizutragen. Viele DolmetscherInnen und Interessierte antworteten auf ihren Aufruf. Das erste Treffen im September 2016 gilt als offizielle Geburtsstunde der Berliner Initiative. In den ersten zwei Monaten wurde die Situation vertiefend analysiert und nach Auswegen gesucht, sowie weitere Kontakte zu Betroffenen, Interessierten und Engagierten in anderen Bundesländern geknüpft. Einen wichtigen Meilenstein stellt die Jahresmitgliederversammlung der AIIC Region Deutschland im Oktober 2016 dar: Kristin von Randow berichtete mit Unterstützung anderer Mitglieder der Initiative den KollegInnen aus dem ganzen Bundesgebiet von der schwierigen Situation, stellte die Initiative vor und warb um Unterstützung. Sie erhielt das AIIC-Mandat für Dolmetschen im Flüchtlingswesen. Zusammen mit Mitgliedern der BI bereitete sie eine Stellungnahme des Verbands zur aktuellen Lage vor, die die AIIC verabschiedete (Link: https://aiic.de/press/dolmetscher-asylverfahren/). Es wurde auch Kontakt zu weiteren Behörden auf Landesebene gesucht. Es entwickelte sich die Idee eines Pilotprojekts, das noch im Winter 2016 entworfen und seitdem für den Beginn des Mentorings im Herbst 2017 vorbereitet wurde. Wir freuen uns auf eine weiterhin erfolgreiche Arbeit und hoffen, dass unsere Aktivitäten einen Beitrag für die Verbesserung der Qualität der Anhörungsverfahren der Geflüchteten leisten!
Für Rückfragen zu den FAQs über die Aktivitäten der Berliner Initiative nehmen wir gerne eine Nachricht unter der folgenden Email-Adresse entgegen: fragen@berliner-initiative.org. Für detaillierte Auskünfte zu bestimmten Terminen, Anfragen wegen Zusammenarbeit oder zum alltäglichen Geschäft bitten wir, an folgende E-Mail-Adresse zu schreiben: kontakt@berliner-initative.org.